Ein Tal handelt regional

Im Bild: Die Initiatoren des Pitztal Burger

Die letzten Tage und Wochen waren geprägt von sehr unterschiedlichen Meldungen, die unsere Landwirtschaft betreffen. Grausame Kälbertransporte in den Libanon, Coronavirus samt Hamsterkäufen aus Angst vor einer Pandemie, streikende Bauern für bessere Lebensmittelpreise waren nur einige dieser Geschichten, mit denen sich Konsumentinnen und Konsumenten auseinandersetzen. Die Antwort dazu: Lokal denken und handeln, regional einkaufen und am besten Produkte frisch aus dem Tal genießen. Das alles bietet der Verein Pitztal Regional mit Unterstützung von Bund, Land und EU (LEADER). „Der Start ist zur richtigen Zeit erfolgt“, betonen die beiden Obleute Andrea Lechleitner und Markus Kirschner.

Die ersten Fleischprodukte vor Ort wurden erfolgreich zu einem guten Preis vermarktet. Viele Partner haben sich bereits gemeldet und wollen mit an Bord sein. „Wir haben bereits jetzt rund 150 Mitglieder aus dem Tourismus und aus der Landwirtschaft. Es beginnt zu laufen. Die ersten Mischpakete wurden auch bereits an private Haushalte ausgeliefert“, so die beiden Obleute.

Doch, was ist so besonders an Pitztal Regional? „Wir sind eine regionale Vermittlungsplattform. Wir garantieren unseren Bauern einen guten Preis, binden die Schlachtstelle in Wenns mit ein und sichern Privaten und Touristikern beste Qualität mit Herkunft zu. Das ist der Schlüssel: Unsere Bauern müssen nachweisen, dass ihre Tiere im Pitztal aufgewachsen sind. und den Kriterien des Vereins entsprechen. Wir wollen möglichst lokal vermarkten und damit auch unsere bäuerlichen Betriebe absichern. Ein Mehrwert, den auch Gäste und Einheimische zu spüren bekommen“, sagt Andrea Lechleitner. Die Vereinsvertreter freut, dass man eigentlich überall auf offene Ohren stößt. „Uns freut, wenn Kunden auf das Mischpaket rückmelden, dass sie von Qualität, Verpackung und Lieferung total begeistert sind. Kein Wunder: Für die Haushalte hat sich unser Metzger Thomas Leitner besonders bemüht. Alle Fleischsorten wurden separat in haushaltsüblichen Mengen sortiert und vakuumiert“, ergänzt Markus Kirschner.

Rezeptur für Pitztal Burger steht
Die beiden Vereinsobleute freuen aber auch noch andere Initiativen. Vor kurzem haben sich nämlich einige Spitzenköche des Tales sowie die beiden Restaurantleiter Benedikt Lederle (Hochzeiger Bergbahnen) und Bernd Matschnig (Gletscherbahnen) im Alpenhof in St. Leonhard getroffen. Mit dabei war auch der „Tal-Bäck“ Andreas Schranz. Es gab ein Ziel: Gemeinsam einen einzigartigen Pitztal Burger zu kreieren. „Von der Brotform, über die Brotrezeptur bis hin zum eigentlichen Burgerpatty haben wir viele Dinge ausprobiert. Wichtig ist uns: Das Rindfleisch muss zu 100 Prozent aus dem Tal stammen und das Brot soll auch im Pitztal produziert werden“, meint Markus Kirschner. Er dankt den Ideengebern und Köchen für ihren Einsatz und hofft natürlich auch, dass sich das Produkt bald auf vielen Speisekarten im Tal findet. Bernd Matsching, Pitztaler Gletscher: „Ich habe schon lange an der Idee für einen Burger gearbeitet. Pitztal Regional passt dabei super. Für uns ist klar, dass wir mit dabei sind.“ In dieselbe Kerbe schlägt auch Benedikt Lederle, Hochzeiger: „Wir beziehen schon seit Jahren Rinder aus dem Pitztal. Der Burger ist eine tolle Ergänzung für unsere Gäste.“ Ähnliches erwarten sich auch die vertretenen Köche, die vom Geschmack begeistert waren.

„Wir laden die Gastronomen des Tales, die Vertreter der Vereine und auch Medien zu einer öffentlichen Präsentation unseres Burgers nach Wenns ein. Danach hoffen wir, dass von der Skihütte bis zum Vereinsfest der Pitztal Burger ein fixer Bestandteil der Speisekarte wird“, sagt Andrea Lechleitner abschließend.

Pitztal Regional wird auf jedem Fall weiter daran arbeiten, regionale Produkte im Tal zu vermarkten. Wer Interesse hat, kann sich gerne unter pitztalregional@gemnova.at melden. Es bewegt sich einiges, alles im Sinne eines guten regionalen Kreislaufes.

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