Tipp 2 zur Eröffnungsbilanz

In unserem vergangenen Kommentar zur Eröffnungsbilanz haben wir uns mit dem langfristigen Vermögen befasst. Daher nun unsere Bemerkungen zum kurzfristigen Vermögen, welches auf der Aktivseite nach dem langfristigen Vermögen angeführt wird.

Auf dieser Aktivseite der Eröffnungsbilanz (Vermögensrechnung) beschäftigen wir uns diesmal mit der Position kurzfristiges Vermögen.

Als kurzfristig bezeichnet man Vermögen dann, wenn es voraussichtlich nicht länger als ein Jahr (eine Abrechnungsperiode) im Eigentum der Gemeinde verbleibt. Es umfasst:

Kurzfristige Forderungen (Forderungen, deren Erfüllung voraussichtlich innerhalb eines Jahres abgewickelt wird)

  • Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Unterkonten 80, 81 und 82)
  • Kurzfristige Forderungen aus Abgaben (Grundsteuer, Kommunalsteuer, Ankündigungsabgaben etc.)
  • Sonstige kurzfristige Forderungen (Konto 282, 283 und 299)
  • Sonstige kurzfristige Forderungen – nicht voranschlagswirksame Gebarung (z.B. Vorsteuerbeträge, Kautionen, Vorschüsse für Dritte etc.)

Vorräte (zum Verbrauch bestimmte Gegenstände, Güter und Waren – sie wurden vor dem Rechnungsstichtag erworben und werden nach dem Rechnungsstichtag verbraucht)

  • Vorräte – Diese sind zu erfassen, wenn der Wert den Betrag von EUR 5.000,00 übersteigt. Es besteht auch noch die Möglichkeit, nach Vorratspositionen zu trennen. Beispiel: Die Gemeinde hat Heizöl um EUR 9.000,00 vorrätig. Davon ist Heizöl um EUR 3.000,00 für den Kindergarten, Heizöl um EUR 3.000,00 für die Volkschule und Heizöl um EUR 3.000,00 für das Gemeindeamt. Hier können die Position einzeln bewertet werden. Bei diesem Beispiel müssen diese Positionen in der Eröffnungsbilanz nicht angeführt werden.
  • Gegebene Anzahlungen auf Vorräte

Liquide Mittel

  • Kassa, Bankguthaben, kurzfristige Termineinlagen (z.B. Festgeld)
  • Zahlungsmittelreserven (für endfällige Darlehen, für zweckgebundene Haushaltsrücklagen und allgemeine Haushaltsrücklagen)

Aktive Finanzinstrumente/Kurzfristiges Finanzvermögen

  • Aktive Finanzinstrumente/Kurzfristiges Finanzvermögen (Konten 223 und 224, z.B. eine Anleihe die gekauft wurde und wieder innerhalb eines Jahres veräußert wird)

Aktive Rechnungsabgrenzung

  • Aktive Rechnungsabgrenzung – anteilige, geleistete Aufwendungen für das kommende Finanzjahr sind hier anzuführen. Beispiel: Die Gemeinde bezahlt am 1. November 2019 die Jahresprämie für die Gebäude-versicherung im Wert von EUR 12.000,00. Dann sind EUR 2.000,00 für 2019 und EUR 10.000,00 für das Finanzjahr 2020. In diesem Fall sind 10/12 als aktive Rechnungsabgrenzung in der Eröffnungsbilanz 2020 einzutragen.

Nun sollte die „Aktivseite“ des Vermögens vollständig beschrieben sein. Wenn für Sie noch Fragen offen sind, können wir diese gerne gemeinsam analysieren und beantworten.

Die GemNova als starker Partner an Ihrer Seite unterstützt Sie Schritt für Schritt um die Eröffnungsbilanz erstmalig erfolgreich zu erstellen. Wir betreuen über 150 Gemeinden bei der Einführung der VRV 2015 und unterstützen Sie mit unserer Erfahrung. Ihre speziellen Fragen und Ihre individuellen, besonderen Aufgaben sind unsere Herausforderung.

Kontaktieren Sie uns unter:
Christoph Carotta, Tel. +43 660 237 73 32, E-Mail: c.carotta@gemnova.at
Georg Hochfilzer, Tel. +43 660 237 73 33, E-Mail: g.hochfilzer@gemnova.at
Christian Lechner, Tel. 0699 142 24 570, E-Mail: c.lechner@gemnova.at

Georg Hochfilzer und Christoph Carotta stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

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