Fachtagung für Frühe Bildung an der Universität Innsbruck

Erstmalig fand die renommierte Tagung für Nachwuchswissenschaftler/innen der Kommission für Pädagogik der frühen Kindheit (PdfK) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfEW) an der Universität Innsbruck statt und bot jungen Forscher/innen die Möglichkeit, ihre neuesten Forschungserkenntnisse im Bereich der Frühe Bildung auf internationaler Ebene zu präsentieren. Stark vertreten war unter den Österreichischen Teilnehmer/innen die Gruppe der Tiroler Sprachberaterinnen, die sich durch ihre Anwesenheit nicht nur für ihre Tätigkeit als pädagogische Fachberatung in Tiroler Kindergärten und deren Qualitätsverbesserung persönlich einsetzten, sondern gleichzeitig auch für eine intensive Vernetzung mit der Wissenschaft im gesamten deutschsprachigen Raum sorgten und darin die nötige praxisbezogene Perspektive einbrachten.

Die 14. Nachwuchstagung der Pädagogik der frühen Kindheit vom 14. bis 15. September 2017, bei der sich 34 Nachwuchswissenschaftler/innen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz zum wissenschaftlichen Austausch trafen, fand erstmalig außerhalb Deutschlands, nämlich an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck statt.
Eine in Österreich vergleichbare Organisation stellt die Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB), Sektion Elementarpädagogik dar.

Das Vorstandsmitglied der PdfK, Univ. Prof. Dr. Wilfried Smidt, der an der Universität Innsbruck die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Elementarpädagogik innehat, zeigte in seinem Eingangsvortrag auf, dass in Österreich, im Unterschied zu Deutschland, derzeit noch eine gering ausgebaute elementarpädagogische Forschungsinfrastruktur herrscht und diese sich erst etablieren muss. Es bleibt vorerst zu hoffen, dass eine sukzessiv wachsende Forschungstätigkeit in Österreich zu optimalen Qualitätsstandards für die Bildung unserer Jüngsten in der Gesellschaft führt und außerdem für nachhaltige positive Entwicklungen im Rahmen politischer Maßnahmen sorgt.

Die aktuellen Forschungsvorhaben, die im Rahmen der Tagung mittels Vorträgen bzw. Poster-Sessions präsentiert wurden, waren inhaltlich breit gefächert und deckten viele der Themen ab, denen jede elementare Bildungs- und Betreuungseinrichtung in großen und kleinen Gemeinden alltäglich begegnet. Sie reichen von der Gesprächsqualität mit Kindern als Grundlage jeglicher Lernprozesse über Qualitätsmerkmale von Bilderbüchern in der Elementarpädagogik, die Bedeutung des Kindergartens in der heutigen Migrationsgesellschaft, die unterschiedlichen Lebenslagen geflüchteter Kinder und den daraus resultierenden frühpädagogischen Handlungsfeldern bis hin zu Diskursen zur institutionellen U3 -Betreuung sowie zur Altersmischung in Kindergärten als Chance oder Herausforderung etc.
Die Tiroler Sprachberaterinnen konnten eine Fülle an fundiertem Wissen für ihre pädagogische Fachberatung mitnehmen, welches gerade im Rahmen von Beratungsprozessen für Gemeinden zur inhaltlichen und strukturellen Ausrichtung und Weiterentwicklung der eigenen Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen tragend wird.

In einem sehr konstruktiven und wertschätzenden Austausch zwischen Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen ist es im Rahmen der Tagung gelungen, Theorie und Praxis so miteinander zu verknüpfen, dass beide Bereiche voneinander lernen und sich gegenseitig inhaltlich bereichern konnten.
Die Tiroler Fachberaterinnen im Kindergarten waren vor dem Hintergrund ihres Erfahrungshorizontes einer gelebten pädagogischen Praxis in Tiroler Kindergärten durchaus in der Lage, sämtliche Forschungsergebnisse unmittelbar auf ihre Praxisrelevanz hin zu überprüfen und wissenschaftliche Erkenntnisse auch in Frage zu stellen.

Nähere Informationen zu den Forschungsthemen der Kommission Pädagogik der frühen Kindheit der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft finden sich unter Link

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